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Scheiden tut weh
Bevor Sie sich tatsächlich von Ihrem Haustier trennen,
sollten Sie zunächst prüfen, ob sich das Problem nicht auf andere Weise lösen
lässt. Bedenken Sie dabei auch, dass Ihr Tier unter dieser Trennung sehr stark
leiden wird. Besonders bei Katzen und Hunde lässt sich häufig eine
Futterverweigerung nach einer Abgabe feststellen, die sogar bis zur
Selbstaufgabe - zum Tode - führen kann.
- Wohnungswechsel
- Versuchen Sie ein neues Domizil zu finden, wo
Haustiere erlaubt sind.
- Familienzuwachs
- Das sollte eigentlich kein Grund zur Abgabe sein,
denn bei Einhaltung der hygienischen Maßnahmen ergeben sich in der Regel keine
Probleme.
- Krankheit
- Während dieser Zeit kann man sein Tier in einer
Pension unterbringen. Manchmal helfen auch Freunde und Verwandte, oder
empfohlene Pflegestellen des Tierschutzvereines.
- Erziehungsprobleme
- Holen Sie sich Rat von Fachleuten (Hundeschulen,
Tierheime, Tierpsychologen).
- Allergie
- Lassen Sie sich vom Hautarzt gründlich auf eine
tatsächliche Tierallergie testen. Im Zweifelsfalle besteht kein Grund zur
Abgabe.
- Zeitmangel
- Suchen Sie nach einem Tiersitter oder geben Sie ein
Inserat in der Zeitung auf. Gegen ein kleines "Taschengeld" findet man oft
nette Leute zur Betreuung.
- Finanzieller Engpass
- Fragen Sie um Hilfe im Verwandten- und
Bekanntenkreis. Auch Tierschutzvereine helfen oftmals in solchen Situationen.
- Nachbarschaftsstreitigkeiten
- Suchen Sie das Gespräch! Mit einigen netten Worten
bei Kaffee und Kuchen lassen sich solche Probleme oft lösen.
- "Kampfhundehysterie"
- Überzeugen Sie Ihre Mitmenschen vom sanften Wesen
Ihres Hundes. Reicht Ihre Überzeugungskraft nicht, so kümmern Sie sich einfach
nicht um die Anfeindungen und gehen Sie Streit aus dem Wege.
- Todesfall
- Da kann man nur auf die Tierliebe der
Hinterbliebenen hoffen.
Der letzte Schritt
Wenn eine Abgabe Ihres Tieres unumgänglich ist, dann
sollten Sie sich wirklich gut um ein neues Zuhause bemühen. Die Abgabe in ein
Tierheim darf nur die allerletzte Lösung sein. Versuchen Sie zunächst im
Verwandten- und Bekanntenkreis eine geeignete Person / Familie zu finden. Fragen
Sie Ihren Tierarzt, ob Sie einen Aushang in seiner Praxis anbringen dürfen.
Setzen Sie Zeitungsinserate auf (kostenlose Kleinanzeigen belasten weniger den
Geldbeutel) oder versuchen Sie es über das Internet. Ein Aushang mit Foto und
detaillierten Angaben in Tierheimen ist ebenso hilfreich. Falls das Tier von
einem Züchter stammt, so fragen Sie auch dort nach. Unterstützung finden Sie
auch bei Rasse- und Hundevereinen. Lassen Sie nichts unversucht, denn es geht um
das Wohlergehen eines Geschöpfes mit Herz und Seele.
Sicher ist sicher
Haben Sie scheinbar einen geeigneten Interessenten für
Ihr Haustier gefunden, so prüfen Sie vor der Abgabe das neue Zuhause. Eine
telefonische Anfrage beim örtlichen Tierschutzverein / Tierheim kann Ihnen evtl.
Gewissheit verschaffen, ob die Person/en in der Tierhaltung zuverlässig ist /
sind. Im Zweifelsfalle fragen Sie nach einer Vorkontrolle, die sicher nicht
abgelehnt wird. Des weiteren sollten Sie auch einen schriftlichen Abgabevertrag
machen.
| Von Natur aus gibt
es weder nützliche noch schädliche Tiere; |
| jede Art hat
innerhalb ihrer natürlichen Lebensgemeinschaft ihre besondere Aufgabe. |
| Der Mensch hat die
Verpflichtung, |
| all den vielen
Lebewesen ihre Daseinsberechtigung zuzuerkennen. |
| Dr. Herbert Brandt |
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