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Ihre Hilfe

Tierschutz fängt im Kopf an

Der passive Tierschützer

Der Großteil unserer Mitmenschen ist passiv im Tierschutz. Diese Tierfreunde sind jedoch eine enorme Stütze für Tierschutzvereine und ähnlichen Organisationen indem sie finanzielle Hilfe leisten. Manche zahlen einen festen Betrag monatlich oder jährlich als Mitglied eines Vereins, andere spenden nach Belieben ohne am Vereinsleben teilzunehmen. Aktiver Tierschutz ist ohne Geldspenden nicht möglich und viele Tierheime und Tierschutzorganisationen mussten bereits ihre Pforten schließen, da die Mittel fehlten. Leider ist die Spendenbereitschaft unserer Mitmenschen in den letzten Jahren zurückgegangen und ein weiterer Rückgang zu befürchten.

Der aktive Tierschützer

Diese Tierfreunde leisten aktive Hilfe indem sie ihre Arbeitskraft und ihre Freizeit für den Tierschutz opfern. Sie betätigen sich in vielfältiger Art und Weise. Einige helfen ehrenamtlich bei der Versorgung von Tierheimtieren, gehen mit Hunden spazieren oder gönnen den Samtpfoten paar Schmusestunden. Andere betätigen sich als Pflegestelle oder päppeln Tierwaisen auf. Die handwerklich Begabten greifen auch mal zum Werkzeug, und bei fehlender Geschicklichkeit findet man einen Platz am Infostand oder Flohmarkt. Helfende Hände sind im Tierschutz immer willkommen.

Ihre persönliche Hilfe

Egal ob Sie nun aktiv oder passiv im Tierschutz tätig sind, achten Sie stets auf das Wohlergehen von Haus- und Nutztieren. Sollten Sie eine Tierhaltung beobachten, die nicht artgerecht erfolgt oder eine Tierquälerei, dann müssen Sie einschreiten. Dabei ist es wichtig detaillierte Fakten über die Art und Weise der Haltung und der Vergehen zu melden. Die dafür zuständigen Ansprechpartner sind in der Regel das örtliche Veterinäramt, die nächste Polizeidienststelle oder das Ordnungsamt. Natürlich sollten Sie nicht anonym eine Meldung bzw. Anzeige machen, denn der wird oft nicht nachgegangen. Bekennen Sie sich zum Tierschutz und stehen Sie mit Namen und Anschrift offiziell zu Ihren Behauptungen. Tierschutzvereine können zwar Ihre Zweifel über eine nicht artgerechten Tierhaltung aufnehmen, haben jedoch nur sehr geringe rechtliche Befugnisse. Aber! bitte tragen Sie nicht einen Nachbarschaftsstreit auf dem Rücken eines Tieres aus, da  letztendlich das Tier der Leidtragende ist.

Wildtiere

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um Tiere, die in unseren Wäldern, auf Feld und Flur wild leben und zu unserer Natur gehören. Diese Tiere sollten nicht aufgrund eines übertriebenen Tierschutzgedankens in einem Tierheim landen. Lassen Sie Wildtiere in ihrer gewohnten Umgebung und fassen Sie sie nicht an. Sollte sich tatsächlich ein Wildtier an eine Straße verirrt haben, so scheuchen Sie es nur in ein sicheres Gebiet. Verletzte Tiere oder verwaiste Jungtiere sollten dem Forstamt gemeldet werden. Ansonsten lassen Sie der Natur freien Lauf - fressen und gefressen werden - nur die Stärksten überleben - das ist die Realität.

Freilebende Hauskatzen

Falls Ihnen eine gut genährte und gepflegte Hauskatze über den Weg läuft, so nehmen Sie sie bitte nicht gleich mit nach Hause und unterlassen Sie auch die Fütterung. Viele Katzenhalter ermöglichen ihren Miezen den Freigang und wären sehr verwundert ihre Tiere in einem Tierheim wieder zu finden. Handelt es sich jedoch um eine kranke oder unterernährte Katze, dann sollten Sie helfen. Katzenwelpen gehören zu ihrer Mutter und meistens ist diese auch vorhanden. Beobachten Sie regelmäßig die Welpen und greifen Sie erst dann ein, wenn wirklich kein Muttertier mehr erscheint. Verwilderte Hauskatzen müssen im allgemeinen in ein Tierheim gebracht werden, da sie nur selten kastriert sind. Um die weitere Vermehrung solcher scheuen und häufig kranken Katzen zu vermeiden, wäre das Einfangen der "Wildlinge" eine sinnvolle Aufgabe für Tierschützer. Aber! bringen Sie Jungtiere unter 10 Wochen nur mit dem Muttertier, wenn vorhanden, in das Tierheim.

Viele Städte, Gemeinden und auch Tierheime lehnen die Annahme und damit verbundenen Kosten für Fundkatzen ab, wenn sie vom Finder bereits längere Zeit gefüttert wurden. In solchem Fall handelt es sich dann um keine "echte" Fundkatze, sondern um ihr persönliches "Eigentum". Mein Tipp: Geben sie nicht an, dass sie das Tier bereits versorgt haben.

Achtung, freilaufender Hund

Halterlose Hunde, die im Straßenverkehr herumirren, stellen eine potenzielle Gefahr für Menschen dar. Zum einen könnte das Tier einen Verkehrsunfall verursachen, zum anderen kann es auch gegenüber Menschen und Artgenossen aggressiv reagieren. Ob es sich dabei um ein reines Angstverhalten handelt oder schlichtweg um eine tatsächliche Aggression, spielt dabei weniger eine Rolle. Zudem kann der Laie ein solches Verhalten schlecht erkennen. Solche herrenlosen Tiere gehören grundsätzlich in die Obhut eines Tierheims, natürlich nur, wenn Sie den Hundehalter nicht kennen.