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Flaschenkinder
Viele Katzenwelpen gelangen jedes Jahr aus Unwissenheit oder übertriebenem
Tierschutzgedanken heraus in die Obhut der Tierpfleger von Tierheimen. Jedoch
handelt es sich bei den wenigsten dieser kleinen Wollknäuel um tatsächliche
Waisen. Meist befindet sich das Muttertier auf Nahrungssuche oder ist vor dem
nahenden Menschen geflüchtet. Katzenmamas wechseln auch regelmäßig mit ihrem
gesamten Nachwuchs das Domizil, wenn z.B. das alte zu sehr verschmutzt ist und
durch starkem Geruch Raubtiere angelockt werden, oder einfach Unruhe in der
Umgebung herrscht. Dabei tragen sie einen Welpen nach dem anderen in den neuen
"Bau". Und das kann schon etwas länger dauern, denn die Kleinen finden den
Transport nicht unbedingt sehr schön.
Einige Tierschützer und auch Tierärzte sind der Meinung, es wäre
Tierquälerei Katzenwelpen, die in der Natur keine Lebenschance hätten, mit der
Flasche aufzuziehen. Ich teile diese Meinung nicht, obwohl es zur Saison immer
unzählige Babys gibt. Jedes Tier hat für mich ein Recht auf Leben, und wenn mir
ein Leben anvertraut wird, so kann ich es nicht einfach auslöschen. Allerdings
ist die Aufzucht ein schwerer Kampf, der mit viel Mühe, Zeit und Geld verbunden
ist. An schlaflose Nächte möchte ich mich gar nicht erst erinnern...
Mein bisher
jüngstes Baby kam im Alter von ca. 2 Tagen zu mir. Und in den Jahren 2005 und
2006 habe ich kein einziges Wollknäuel verloren. Man sieht also, mit viel Liebe
und Energie ist die Aufzucht von Erfolg gekrönt.
Interessantes
Obwohl
Flaschenkinder nicht von ihrer Katzenmama das Baby-ABC erlernen konnten, zeigen
sie ein angeborenes Verhalten. Sobald sie laufen können, benutzen sie zum
Beispiel das Katzenklo. Natürlich kann es durchaus einmal vorkommen, dass der
Weg zum Klo zu weit ist oder Wollknäuel vergessen hat wo es steht. Dennoch, sie
sind sauber! Auch der Jagdtrieb zeigt sich bereits sehr ausgeprägt im Spiel und
mit zunehmenden Alter gelingt das Mäusefangen immer besser, auch wenn es nur
eine Plüschmaus ist.
Die schönsten Bilder meiner "Babys"
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| Hugo, ca. 2
Wochen |
Hugo, ca. 16 Wochen |
Ronja, ca. 6 Wochen |
Ronja, ca. 8
Wochen |
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| Ronja, ca. 6 Monate |
Paula, ca. 5 Wochen |
Paula, ca. 8
Wochen |
Nogi
& Paula |
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| Nogi, ca. 10 Tage |
Nogi im Körbchen |
Nogi auf Erkundung |
Nogi, ca. 2,5
Wochen |
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| Paula, Hugo, Nogi
& Ronja |
Esra, ca. 5 Wochen |
Babys, ca. 2,5 Wochen |
Paula, ca. 8
Monate |
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| Nogi
& Paula |
Nogi, 4 Monate |
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Toddi, ca. 4
Wochen - 08.07.04 |
06.07.04
Toddis Leben hängt am seidenen Faden. Er ist total unterkühlt,
stark unterernährt und bewegungslos, die Augen sind etwas vereitert. Sein Zustand
ist extrem kritisch. Keiner glaubt, dass er die nächste Stunde überlebt -
nur ich. Eine Wärmflasche ist nötig und viel Geduld. Nach einer
dreiviertel Stunde des sanften Aufwärmens gebe ich ihm tropfenweise eine Traubenzuckerlösung auf die Zunge. Er trinkt - Gott sei Dank! Sein Zustand bessert sich von Stunde zu Stunde. Am
späten Nachmittag nimmt er aus meiner Hand die erste feste Nahrung auf -
Rindermett. Die Krisis ist scheinbar überstanden. Abends frisst er noch
eine Portion Mett, später eine Mischung aus Quark, Babymilch und Mett. Es
schmeckt!07.07.
Er hat die Nacht super überstanden. Allerdings
weckte er mich schon gegen 4.00 Uhr morgens um sein Geschäft zu
erledigen und zu fressen. Egal - er lebt!!! |
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Toddi, 7 Wochen - 05.08.04 |
- 05.08.
Toddi hat sich prächtig entwickelt. Er tobt wie ein
Wirbelwind durch die Wohnung, fällt Nogi hinterrücks an und spielt den Big
Boss. Nichts ist mehr vor ihm sicher. Nachts liegt er mit mir im Bett, meist als lebendiger
"Schal" um meinen Hals gewickelt. Er ist einfach nur süß!
- Meine 3 Mädels haben ihn auch ins Herz geschlossen.
Kein Wunder! Seine
bakterielle Augenentzündung ist so gut wie abgeklungen, leider hatte Nogi
sich angesteckt, so dass ich zwei "Wichte" verarzten muss. Aber was macht
man nicht alles um einen kleinen Kater, der am Anfang seines Lebens steht,
zu retten. Und bald muss ich mich leider von ihm verabschieden, wie von so vielen
Flaschenkindern, denen ich eine zweite Chance gegeben habe.
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Im Jahr 2003 sind 12 Babys in meine Obhut gelangt, die ich privat in
meiner Wohnung mit der Flasche aufgezogen habe und ohne meiner Hilfe nicht
überlebt hätten. 2 Babys habe ich an einem schweren Infekt verloren. Das ist
zwar traurig, doch die Freude über die Zahl der Überlebenden tröstet darüber
hinweg. Nogi kam im Alter von ca. 3 - 4 Tage zu mir. Er lag hilflos auf
einer stark befahrenen Straße und schrie vor Hunger. Wie die Bilder zeigen, hat
er sich inzwischen zu einem prächtigen Kobold entwickelt.
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| Bonsai & Kid |
Minimüpf |
Obermüpf |
Foxi (ca. 4 W.) & Toddi |
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| Willi & Co. waren 7 Tage alt |
Willi, ca. 18 Tage |
Willis Bruder |
Arista, ca. 14 Tage |
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| kam mit ca. 2 Tagen |
Arista, ca. 10 Wochen |
Buffy & Andy, ca. 6 Wochen |
Anabell, ca. 6 Wochen |
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| Andy, ca. 15 Wochen |
Buffy, ca. 14 Wochen |
Anabell, ca. 14 Wochen |
Bommel & Hannes |
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Hannes war ca. 14 Tage alt, als er mit total verklebten, vereiterten Augen
zu mir kam. Da die Hornhaut stark geschädigt war, befürchtete ich, dass er
nie wieder sehen könne. Auch sein allgemeiner Zustand war sehr schlecht. Mit
viel Liebe und Mühe konnte ich Hannes wieder zu einem gesunden Kater
hochpäppeln, der inzwischen wieder ganz normal sehen kann. |
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| Hannes, ca. 8 Wochen |
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Molly, ca. 8 Tage |
Maik |
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| Maya |
Maik und Molly
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Maya |
Zipfelchen |
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| Nafnaf, ca. 4-5 Tage alt |
Nafnaf, ca. 3 Wochen alt |
Nafnaf, ca. 10 Wochen alt |
Oskar, ca. 10 Tage alt |
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Ronni
wurde einfach im Feld ausgesetzt. Gott sein Dank fand ihn eine junge Frau
noch rechtzeitig, denn wenig später wäre mit Sicherheit gestorben. Ronni war
total unterernährt und voller Parasiten. Mit Babymilch und Rindermett macht
er sich derzeit prächtig und ich hoffe, dass er in ca. 4 Wochen gesund und
munter ein liebevolles neues Zuhause beziehen kann. |
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| Ronni, ca. 5 Wochen alt |
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Ronni, ca. 9 Monate |
Joshi |
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Pumuckel und Speedy sind wohl zwei "Bonsai-Katzen", denn für ihr Alter sind
sie sehr klein und völlig unterentwickelt. Sie kamen halb verhungert zu mir
und hatten eitrige Augen. Speedy hat es leider nicht geschafft. Von Tag zu
Tag wurde sie weniger. Letztendlich ging sie über die Regenbogenbrücke. Arme
Maus... - sie ist nun erlöst. |
| Rosi |
Rosi + Joshi |
Pumuckel & Speedy, ca. 4 Wochen |
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| Pumuckel |
Speedy |
Speedy auf Chinchi-Jagd |
Hugo aus Bad Harzburg |
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Winni
war gerade 18 Stunden alt, als er von seiner Mama
verlassen wurde. Er kämpfte tapfer 21 Tage lang, doch er verlor leider den
Kampf. Die fehlende Muttermilch war nicht zu ersetzen und er blieb
in seiner Entwicklung stehen. Als wenn er selber nicht mehr leben wollte,
nahm er sein Fläschchen nicht mehr an, schlief ruhig ein und ging seinen
letzten Weg. Ich werde ihn immer in meinem Herzen bewahren. |
| Niko, war etwa 3 Wochen alt |
Hugo war ca. 3 Tage alt |
Winni-Winzling |
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Vier auf einem Streich |
Hera |
Hexe |
Hermine |
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Das Dreierpack |
Mika, ca. 15 Tage alt |
Mika wächst und gedeiht |
Mika, ca. 8 Wochen alt |
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Der Neue, ca. 16 Tage alt |
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Meine Flaschenkinder vermittle ich grundsätzlich nur in Wohnungshaltung
oder mit gesichertem Freigang, da sie extrem anhänglich und furchtlos sind. So gehen sie z. B.
zu jedem Menschen, glauben in Hunde einen lieben Spielgefährten zu erkennen und
verfolgen einen auf Schritt und Tritt. Das könnte für eine Freigangkatze schnell
das Todesurteil sein. Für mich ein furchtbarer Gedanke.
Außer diesen Welpen habe ich noch unzählige
Flaschenkinder aufgepäppelt. Wie
viele ich dadurch das Leben gerettet habe, kann ich nicht mehr in Zahlen nennen.
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